Funktionsgraphen erfahrbar und erlebbar machen

Diagramme und graphische Darstellungen von Funktionen spielen in der Physik oft eine wichtige Rolle und liefern dem geübten Nutzer viele Informationen. Dem weniger Geübten hingegen, stellt sich meist die Frage, was da überhaupt gezeichnet ist und was das in der realen Welt bedeutet. Um Schülerinnen und Schülern zumindest zum Einstieg Zeit-Orts-Diagramme und Zeit-Geschwindigkeits-Diagramme zugänglicher und verständlicher zu machen, kann man den Ultraschall-Abstandssensor von Pasco nutzen. Mit einer passenden Software ist es dann möglich bestimmt Graphen vorzugeben, die dann von den Schülerinnen und Schülern möglichst gut „nachgelaufen“ werden müssen.

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Cartesischer Taucher als Selbstbau

Der Cartesische Taucher ist ein wunderbar einfaches und dabei trotzdem faszinierendes physikalisches Spielzeug.
Die professionell hergestellten Taucher aus dünnem, feinen Glas sehen super aus und drehen sich in der Aufwärtsbewegung meist im Kreis, da die Öffnung des Tauchers in seitliche Richtung weißt. Leider sind diese Taucher aber auch darauf ausgelegt, dass man nicht direkt sieht, was beim Drücken auf die Flasche passiert. Durch das farbige Glas und die nur winzig kleine Öffnung werden die physikalischen Vorgänge gut versteckt und sind nur schwer zu sehen. Für die Behandlung im Unterricht bietet sich daher ein einfacher „Eigenbau“ des Cartesischen Tauchers an: mit einem Backaromaröhrchen. Das funktioniert wunderbar und ist größtenteils durchsichtig, sodass man wunderbar das Schrumpfen der Luftblase im Inneren des Röhrchen und das Eindringen des Wassers sehen kann, wenn man von außen auf die Plastikflasche drückt. Ebenso ist beim Reduzieren des Drucks auf die Flasche, das Ausdehnen der Luft und das Verdrängen des Wassers aus dem Röhrchen zu sehen. Außerdem regt das zum Nachbauen zu Hause an – schließlich hat man gerade zur Weihnachtszeit immer wieder leere Backaromafläschchen.


Anleitung Videoanalyse per iPad und Vernier Video Physics

Die App „Video Physics“ von Vernier eignet sich hervorragend zur schnellen oder spontanen Analyse von Bewegungen mithilfe von Videoanalyse. Direkt auf dem iPad oder iPhone (leider ist die App aktuell nur für iOS verfügbar) können Videos mit der integrierten Kamera aufgenommen und anschließend analysiert werden. Dabei stehen sowohl manuelles Tracking durch markieren der Punkte per Fadenkreuz als auch ein automatisches Tracking zur Verfügung, welches besonders bei größeren Objekten zuverlässig funktioniert und einiges an Zeit spart. Achsenpositionierung und Ausrichtung sind ebenso schnell und einfach möglich wie die Skalierung der gefilmten Szene. In der Auswertung stehen dann auf dem mobilen Gerät ausschließlich Graphen zur Verfügung. Es gibt ein x-y-Diagramm sowie jeweils Zeit-Positions- und Zeit-Geschwindigkeitsdiagramm in x- und y-Richtung der Bewegung.
Für eine genauere Auswertung können anschließend das Video und die Daten auch an einen Computer per E-Mail oder Air-Drop übertragen werden.

Vorteile:
+ schnell durchführbar
+ einfache Bedienung
+ geringe Kosten (4,99 Euro)
+ hohe Mobilität

Nachteile:
– keine Wertetabellen
– Graphen und Video nicht nebeneinander
– nur für iOS verfügbar
– aufwendige Übertragung der Daten an Rechner

Hier ist noch eine kurze Anleitung zur Arbeit mit der App:

Kurzanleitung Vernier Video Physics


Digitale Medien im Schulunterricht

Kaum einem anderen Thema widmen sich mit solcher Regelmäßigkeit Umfragen diverser Auftraggeber und kaum ein anderes schulnahes Thema (mit Ausnahme vielleicht von vergleichenden Leistungstests) wird so häufig von den Medien aufgegriffen, wie der Einsatz von digitalen Medien im Unterricht und die schulische Ausstattung diesbezüglich. Das Problem dabei ist, dass alle möglichen Leute auf Basis der erhobenen Daten irgendwelche Forderungen aufstellen, Empfehlungen geben, was anders werden muss oder auf irgendwelche Versäumnisse in der Vergangenheit hinweisen. In der Regel schwingt dabei dann immer ganz viel eigene Einstellung und Vorstellung mit und viel weniger Objektivität, als nötig wäre. Dabei ist Objektivität gerade hier nötig, weil es wohl kein anderen Thema mehr „Experten“ gibt -schließlich kennt jeder die Schule und die Lehrer aus seiner Kindheit/Jugend und nicht wenige sind zusätzlich inzwischen Eltern von schulpflichtigen Kindern und gewinnen so weiteres „Wissen“ über Schule.
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Kreative Ideen für die Menschlichkeit

Man sagt ja immer, dass die Kanadier ein besonders freundliches Völkchen sind. Meine Erfahrungen auf meiner dreiwöchigen Reise durch das Land decken sich auch mit dieser Aussage, aber ich glaube die folgenden Bilder erklären ziemlich gut, warum sich dieser Ruf weltweit so stark verbreitet:


Diese Bänke stehen in Vancouver und daher kommen auch die Ideen. RainCity Housing ist dabei nicht nur für diese Bänke verantwortlich, sondern betreibt auch feste Häuser für Obdachlose und bietet diesen Menschen eine ganze Reihe weiterer Hilfen an.
Besonders hervorzuheben ist dabei die „Mehrschichtigkeit“ einer solchen Bank. Zunächst bleibt es mal ganz normal weiter eine Sitzbank, die von jedem genutzt werden kann. Im zweiten Schritt bietet sie Obdachlosen in der Nacht zumindest etwas Schutz vor Wind und Wetter. Und als dritten Schritt weist sie direkt auf weitere Hilfen und Angebote für die Obdachlosen hin, die ja meist nicht ganz einfach zu erreichen sind.
Vielleicht sollten sich andere Städte, gerne auch München, daran mal ein Beispiel nehmen…
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