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Rückblick aufs Referendariat mit Abstand

Meine Fotosammlung erinnerte mich gestern daran, dass es jetzt ziemlich genau ein Jahr her ist, als mein Referendariat mit der Notenbekanntgabe zu Ende ging. Okay, offiziell ist es immer erst mit den Sommerferien vorbei, aber die letzten Wochen sind doch irgendwie entspannter und lockerer, da geht es den Referendaren so wie den Schüler*innen nach dem Notenschluss 🙂 Also irgendwie ein guter Zeitpunkt um losgelöst von jeglicher Kurzzeitvernebelung zurückzuschauen.
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Mini-Sonnenfinsternis

Im Physikunterricht kann man im Unterschied zu vielen anderen Fächern nicht gerade häufig Bezug zu tagesaktuellen Themen nehmen, die auch außerhalb der Wissenschafts-Community beachtet werden. Aber wenn es der Fall ist, dann versuche ich das immer irgendwie in den Unterricht einzubauen, auch wenn Klassen ganz unterschiedlich darauf reagieren. So habe ich dieses Jahr die Landung der beiden Rover auf dem Mars in meinem Unterricht besprochen. Erfreulicher Weise wurde das Ereignis im Falle von Perseverance auch von der NASA gut begleitet, sodass es kein Problem war, gute Grafiken und interessante Videos für die Schule zu finden. Und am Donnerstag stand ein weiteres solches Ereignis an: Die partielle Sonnenfinsternis. In München leider nur max. 6 %, also keine sonderlich spektakuläre Sache, aber doch so bedeutsam, dass man sie keinesfalls einfach verstreichen lassen kann. Also habe ich relativ spontan einen Sonnenfilter für das kleine Mini-Teleskop der Schule gebaut und eine Pappbrille entsprechend modifiziert, sodass die Beobachtung auch live geschehen konnte. Leider war das Wetter nur mittelmäßig und es gab doch einige Phasen, in denen die Sonne und damit auch die partielle Sonnenfinsternis von Wolken verdeckt wurde. Aber zwischendurch gab es doch auch einen guten Blick auf die Sonne mit dem kleinen schwarzen Mondbereich. Ich hoffe immer, dass solche Stunden länger in Erinnerung bleiben als normale Stunden. Auch wenn das vielleicht nur für einen (kleinen) Teil wirklich zutreffen dürfte, hat es sich trotzdem gelohnt. Und ein paar schöne Bilder sind auch dabei entstanden. Hier eines beim Blick durch das Mini-Teleskop mit einem Wolkenschleier:
Partielle Sonnenfinsternis

Mal wieder etwas Programmieren

Im normalen Schulalltag bleibt oft nicht gerade viel Zeit meine eigene Lernumgebung trotz der großen Nutzerzahlen Elektronenbahnen weiter zu entwickeln, Inhalte zu überarbeiten oder neue Dinge zu programmieren. Um so schöner war es, dass sich in der letzten Zeit gleich zweimal die Möglichkeit geboten hat, Inhalte aus dem Netz für meine Seite zu adaptieren und zu optimieren. So findet sich dort seit einigen Wochen schon eine Simulation eines Bainbridge-Massenspektrometers. Dieses hat in der Basisversion ein Referendar für eine Lehrprobe mit React programmiert und ich habe es für meine Bedürfnisse angepasst, adaptiert, verändert und optimiert. Das schöne dabei: Ich habe zumindest ein klein bisschen einen Einblick in die Programmierung mit React bekommen und sicher selbst viel neues gelernt. Und gleichzeitig bekommen jetzt die ganzen mathematischen Berechnungen für die Nutzer der Seite eine passende grafische Veranschaulichung. Dazu gibt es übrigens auch eine kontextorientierte Aufgabe zur Dopingprobe, die mithilfe der Simulation zu lösen ist. Definitiv eine Bereicherung für die Lernumgebung und auch auf LEIFIphysik zu finden.

Seit kurzem ist dazu auch noch eine Simulation eines Zyklotrons verfügbar, welches auf der Programmierung von Thomas Kippenberger basiert. Hier wiederum musste ich mich in die Programmierung bzw. Arbeit mit Vue3 einfinden, was ich zuvor auch noch nicht gemacht habe. Das war gleichzeitig ein sehr guter Anlass, um die ganze Programmierung meiner Lernumgebung mal von einem alten Dreamweaver zum aktuellen Visual Studio umzuziehen inklusiver Versionsverwaltung auf github. So bringt die Entwicklung von neuen Inhalten auch die technische Basis der vorhandenen Inhalte wieder ein Stück weiter in die Zukunft. Für mich sind also Inhalte bzw. der Wunsch, neue Inhalte gut nutzen zu können, der Antrieb für die technische Weiterentwicklung meiner Lernumgebung.

Ich hätte übrigens auch noch ganz viele weitere Ideen für Inhalte, Übungen und Aufgaben, die ich gerne umsetzen und in mein Angebot integrieren würde, aber mir fehlt aktuell ganz schlicht und einfach die Zeit. Die Webseite ist eben aktuell einfach nur ein Hobby, das neben der Zeit auch noch Geld für Hosting kostet. Aber naja, da gibt es vermutlich schrägere und kostspieligere Hobbies 😉