Eine Urkunde zum Abschluss

Heute war es ganz unverhofft soweit: Mittenhin in den quasi letzten Tag in dem Büro, was die letzten 6 1/2 Jahre mein zweites Zuhause war, trudelte eine kurze E-Mail in mein Postfach, deren Inhalt nur lautete, dass meine Promotionsurkunde fertig unterschrieben im Dekanat eingetroffen sei und ich sie nach Terminvereinbarung abholen könne. Und da ich es irgendwie passend für diesen Tag fand, griff ich natürlich gleich zum Telefonhörer und fragte nach, ob ich direkt vorbeikommen könne. Konnte ich. Und so stand ich eine Viertelstunde später im Dekanat, prüfte kurz, ob alles korrekt eingetragen war auf der Urkunde, quittierte den Empfang, nahm den Glückwunsch und den Hinweis, dass ich den Titel jetzt auch führen dürfe entgegen und war nach drei Minuten wieder raus aus dem Dekanat aber auch am Ende eines sechs Jahre laufenden Prozesses. Irgendwie ein komisches Gefühl und für mich persönlich weit entfernt von dem Hochgefühl, dass ich nach der mündlichen Promotionsprüfung wahrnahm. Keinesfalls schlecht oder negativ, nein, aber im Prinzip war das ja einfach nur ein schnöder Verwaltungsakt. Und ich habe auch weder direkt meine E-Mail-Signatur geändert, noch den Titel auf die Homepage gepackt. Und auch die Webadresse dieser Seite wird sich jetzt nicht ändern. Kurz: Ich bin kein Mensch, der Wert auf Titel legt – sonst wäre ich auch vermutlich nicht Fan von Schalke 04. Aber schön, dass ich ihn jetzt ganz offiziell tragen darf, wenn ich mag. Und jetzt schaue ich mal, wo die Reise hingeht oder welche Tür ich aufmache nachdem ich heute meine Bürotür relativ zum letzten Mal hinter mir verschlossen habe.

Mondfinsternis

Astronomie und Raumfahrt sind ja aktuell ein bisschen Trendthemen in der Physik und auch den Medien. Entsprechend fand auch die Mondfinsternis erfreulicherweise eine gewisse Beachtung und es versammelten sich an vielen Orten in der Stadt Menschen, um sich dieses besondere Schauspiel anzuschauen. Ich konnte mir diese Gelegenheit natürlich auch nicht entgehen lassen und verbrachte den Abend bis tief in die Nacht zwischen den Pinakotheken, um hier den Blick auf den Mond zu genießen. Außerdem musste endlich mal das Teleskop vom Lehrstuhl wirklich eingeweiht werden.
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Deutsche Lehrmittelhersteller und Digitale Transformation

Besonders in Physik nutzt man ja häufig spezielles Experimentiermaterial, was im normalen Alltag nicht wirklich weit verbreitet ist. Im der Lehre wird es häufig noch spezieller, sodass es, um diesen Bedarf zu decken, spezielle Lehrmittelhersteller gibt. Die bieten alle möglichen Gerätschaften speziell ausgerichtet für Lernen und Lehren und für mich stellen einige dieser Hersteller (nicht alle!) gerade ein gutes Beispiel dar, wie weite Teile der deutschen Branche die digitale Transformation verpassen und damit ihren guten Rang verspielen. Beispiel das CASSY-Messwerterfassungssystem von Leybold.
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