Lernen jenseits der Komfortzone

In den Sommerferien bin ich mehr oder weniger zufällig mal wieder voll in die Rolle des Lernenden gerutscht und das auch noch außerhalb meiner klassischen Fähigkeitsdomänen: ich habe etwas Jonglieren gelernt und mir den WIMASU-Jonglierbutton erarbeitet. (Werbung: Die bieten übrigens auch sonst ziemlich cool gestaltetes Material für den Sportunterricht an!)
Warum ich das hier aufschreibe hat aber einen anderen Grund: Wenn man wieder mal wirklich in die Rolle des Lernenden gezwungen wird und das auch noch außerhalb der Gebiete, die einem leicht fallen und in denen man ein relativ hohes Fähigkeitsselbstkonzept bzw. eine relativ hohe Selbstwirksamkeitserwartung hat, dann merkt man mal wieder, wie sehr ein klares Ziel, schrittweises Vorgehen und gezielte Hilfestellungen den Weg des Lernens erleichtern können. Auch eine gewisse extrinsische Motivation ist manchmal sicher nicht schädlich, auch wenn natürlich in der Theorie nichts über intrinsische Motivation geht.
Weiterlesen

Die letzten Wochen vor Notenschluss

So, heute ist an meiner Schule Notenschluss. Es müssen also alle Noten gemacht und eingetragen sein, sodass dann die Klassenkonferenzen nächste Woche in Ruhe tagen und die abschließenden Entscheidungen treffen können. Entsprechend arbeitsintensiv waren die letzten Wochen. Ich hatte nach den Pfingstferien noch drei Schulaufgaben fertigzumachen und rauszugeben (als Refi kann man die ja immer erst nach Rücksprache mit dem Betreuungslehrer fertigmachen), dann standen noch zwei Stegreifaufgaben an und die letzten Seminartage für das Halbjahr mussten auch noch abgearbeitet werden. Dazu kam dann noch das ganze Alltagsgeschäft mit Unterrichtsvorbereitung, Experimentvorbereitung (soweit man mit der Sammlung überhaupt experimentieren kann), Rechenschaftsablagen, Mitarbeitsnoten, Einfordern der Schulaufgaben und Exen (nervig!), Fachsitzungen und und und. Entsprechend viel Zeit forderte das Ref in den letzten Wochen, sodass ich hier kaum zum Schreiben kam, obwohl es einiges zu schreiben gegeben hätte. Daher jetzt 10 Punkte aus den letzten Wochen:
Weiterlesen

Nachdenklich in die Pfingstferien

Nach dem heutigen letzten Schultag gehe ich aus mehreren Gründen etwas nachdenklich in die Pfingstferien. Zum einen war da ein Erlebnis heute morgen im Physikunterricht. Wir waren im Computerraum, sodass die Schüler mit einem virtuellen Spektrometer verschiedene Leuchtmittel erforschen konnten. In einer der Teilaufgaben musste hier von Nanojoule in Elektronenvolt umgerechnet werden, die Größen dazu waren entsprechend angegeben. Und sofort rief ein Teil der Schüler „Aber ich habe doch keinen Taschenrechner dabei“. Klar, mit etwas nachdenken und abwarten wären alle (einige haben es auch direkt gemacht) darauf gekommen, dass sie ja an einem Computer sitzen und der ein „großer“ Rechner ist und auch im Netz beliebig viele Taschenrechner zu finden sind, sodass ein eigener Taschenrechner gar nicht nötig ist. Aber dennoch hat es mir mal wieder vor Augen geführt, wie wir in der Schule alte Muster vermitteln, die im realen Leben quasi gar keine Rolle spielen – oder hat von euch schon mal jemand am Rechner gesessen und sich nach einem Taschenrechner gesehnt oder war einkaufen und hat sich seinen Schultaschenrechner gewünscht, um irgendwas auszurechen?
Weiterlesen