1 1/2 Wochen Referendariat

So, die ersten 1 1/2 Wochen des Referendariats liegen hinter mir – ein guter Zeitpunkt um einen kurzen Einblick in meinen Start ins Ref zu geben. Los ging es vergangenen Mittwoch mit einer freundlichen Begrüßung, einigen Formalia, vielen neuen Gesichtern und vielen Infos, die mir und meinen Mitreferendaren im Studienseminar einen Überblick über den Ablauf des gesamten Referendariats boten – definitiv „Information overload“, aber so ist das wohl immer. Besonders spannend war für mich natürlich die Mitreferendare kennzulernen. Insgesamt sind wir 27, wovon 10 Mathe als Fach haben und 4 Physik, wobei ich zu meiner Überraschung von allen der einzigste bin, der nicht in Bayern studiert hat. Vom aktuellen Gefühl her, könnte die Gruppe ganz gut funktionieren und es lustig werden.
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4 Wochen unterwegs

Ja, nach meinem letzten echten Arbeitstag an der Uni verblieben noch vier Wochen, bis das Referendariat losgehen sollte. Doch wer jetzt erwartet, dass ich diese Zeit mit einer großen Reise verbracht hätte, den muss ich leider enttäuschen. Okay, normalerweise hätte ich das sicher gemacht, aber diesmal ergab sich die Zeit erst relativ kurzfristig und zwischendrin lagen viele wichtige Termine, die ich nicht verpassen wollte. Also wurden es vier sehr abwechslungsreiche Wochen mal hier und mal da, von denen ich hier kurz berichten will.
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Eine Urkunde zum Abschluss

Heute war es ganz unverhofft soweit: Mittenhin in den quasi letzten Tag in dem Büro, was die letzten 6 1/2 Jahre mein zweites Zuhause war, trudelte eine kurze E-Mail in mein Postfach, deren Inhalt nur lautete, dass meine Promotionsurkunde fertig unterschrieben im Dekanat eingetroffen sei und ich sie nach Terminvereinbarung abholen könne. Und da ich es irgendwie passend für diesen Tag fand, griff ich natürlich gleich zum Telefonhörer und fragte nach, ob ich direkt vorbeikommen könne. Konnte ich. Und so stand ich eine Viertelstunde später im Dekanat, prüfte kurz, ob alles korrekt eingetragen war auf der Urkunde, quittierte den Empfang, nahm den Glückwunsch und den Hinweis, dass ich den Titel jetzt auch führen dürfe entgegen und war nach drei Minuten wieder raus aus dem Dekanat aber auch am Ende eines sechs Jahre laufenden Prozesses. Irgendwie ein komisches Gefühl und für mich persönlich weit entfernt von dem Hochgefühl, dass ich nach der mündlichen Promotionsprüfung wahrnahm. Keinesfalls schlecht oder negativ, nein, aber im Prinzip war das ja einfach nur ein schnöder Verwaltungsakt. Und ich habe auch weder direkt meine E-Mail-Signatur geändert, noch den Titel auf die Homepage gepackt. Und auch die Webadresse dieser Seite wird sich jetzt nicht ändern. Kurz: Ich bin kein Mensch, der Wert auf Titel legt – sonst wäre ich auch vermutlich nicht Fan von Schalke 04. Aber schön, dass ich ihn jetzt ganz offiziell tragen darf, wenn ich mag. Und jetzt schaue ich mal, wo die Reise hingeht oder welche Tür ich aufmache nachdem ich heute meine Bürotür relativ zum letzten Mal hinter mir verschlossen habe.