Zurück im Schulalltag mit Schulaufgaben

Nach dem kurzen Ausbruch aus dem Referendarsalltag durch den MNU Bundeskongress bin ich jetzt schon wieder mitten drin im Schulalltag und erlebe das, was man vermutlich auch als fertiger Lehrer immer wieder erlebt – eine anrollende bzw. eine einen fast überrollende Arbeitswelle. Vor den Osterferien stehen nämlich noch zwei Schulaufgaben an und dazu müssen noch einige Themen zu einem runden Abschluss gebracht bzw. neue Inhalte angefangen werden. Die Schulaufgaben kosten mich jedoch aktuell wirklich viel Zeit – und das nicht nur beim Korrigieren, sondern vor allem noch beim Konzipieren. Hier kann ich keine fertigen Schulaufgaben aus der Schublade ziehen und auch die Orientierung an anderen Schulaufgaben und Stehgreifaufgaben ist nicht so ganz einfach. Da dauert die Suche und das Adaptieren von Aufgaben eben ziemlich lange und trotzdem kann ich manchmal schwer einschätzen, wie passend und wie schwer die Aufgaben für meine Schüler sind und wie lange die Schüler zum Bearbeiten brauchen. Gut, dass der jeweilige Betreuungslehrer vorab nochmal drüberschaut und mit ein paar Anmerkungen unterstützt. Vorher kann man dann doch eher Dinge ändern und anpassen. Wenn die Schulaufgabe geschrieben ist, dann ist sie geschrieben.
Aber generell fällt mir beim Erstellen der Schulaufgaben gerade wieder auf, wie eingeschränkt solche schriftlichen Leistungsprüfungen doch sind.
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MNU mit Vortrag und Workshop als Abwechslung zum Ref

zukünftige Kompetenzen SuS

Als willkommene Abwechslung zum Referendarsalltag stand in den letzten Tagen der Besuch des MNU-Bundeskongresses in Hannover an. Dabei durfte ich einen Vortrag zum Thema „Digitalisierung von Lernumgebungen“ mit Blick auf ein Wandel des Lernens bzw. Lehrens halten und einen Workshop zu „Interaktiven Videos“. Die Folien beider Veranstaltungen gibt’s am Ende des Artikels. Also am Freitag nach der Schule ab in den Zug nach Hannover. Die 4 1/2 Stunden Fahrt konnte ich noch gut gebrauchen, um dem Vortrag den letzten Schliff zu verpassen und einige konkrete Beispiele und Eindrücke einzubauen – schön, dass der Zug pünktlich war und das Internet funktionierte. Am Samstag dann zunächst zwei andere, interessante Beiträge über Mathe und über Fehlerkultur im Physikunterricht angehört und am Stand der Joachim Herz Stiftung bzw. LEIFIphysik vorbeigeschaut, bevor mein eigener Vortrag auf dem Plan stand. Trotz des gefühlt etwas schwammig weit gewählten Titels waren erfreulicherweise sehr viele Besucher da, beteiligten sich an den interaktiven Elementes des Vortrags und diskutierten am Ende und vor allem im Anschluss an den Vortrag noch einige Zeit. Wichtiger Grundtenor von Vortrag und Feedback: Wir müssen als Lehrkräfte aktiv werden und Einfluss nehmen auf Entwicklungsprozesse und Entscheidungen – auch was Ausstattung usw. angeht! Dann können wir das Lernen und Lehren nachhaltig verändern und (teilweise) neu denken.
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Auf in die Einsatzschule

Mit dem neuen Schulhalbjahr begann für mich auch der 2. Ausbildungsabschnitt im Referendariat. Dieser unterscheidet sich in Bayern sehr stark von der typischen Ref-Ausbildung in den anderen Bundesländern. Hier in Bayern verlässt man nämlich seine Seminarschule und wird an eine Einsatzschule irgendwo in Bayern versetzt – in meinem Fall an das Otfried-Preußler-Gymnasium in Pullach.
Logo Otfried-Preußler-Gymnasium Pullach

Im Einsatzjahr unterrichtet man eigenständig und eigenverantwortlich bis zu 17 Stunden pro Wochen (in der Praxis unterrichtet fast jeder 17 Stunden, da man ja irgendwie eine ziemlich billige Lehrkraft ist). Dabei hat man in jedem Fach einen Betreuungslehrer, mit denen man insbesondere Exen und Schulaufgaben abstimmt und auf Basis deren Einschätzung die Schulleitung am Ende ein Gutachten für die Seminarschule erstellt.
Die ersten Tage in der Einsatzschule waren dementsprechend besonders spannend und aufregend: Wie ist die Schule so? Wie kommt man im Kollegium an? Wie ist die Schule ausgestattet? Wie arbeiten die Kollegen so? Wie sind die Klassen, die man übernimmt? All diese Fragen schwirrten mir durch den Kopf und wurden schnell zumindest oberflächlich beantwortet.
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