SchlagwortFortbildung

MNU-Bundeskongress 2021

Heute habe ich nach längerer Auszeit (unter anderem durch den Ausfall einiger Präsenzfortbildungen im letzten Jahr) mal wieder einen Vortrag bzw. sogar 1 1/2 Vorträge auf einer Tagung/Lehrerfortbildung gehalten, nämlich auf dem MNU-Bundeskongress, der eigentlich in Berlin hätte stattfinden sollen, diesmal aber natürlich rein digital stattgefunden hat. Und ich musste feststellen, dass ich das evtl. wieder etwas regelmäßiger tun sollte. Warum? Weil ich glaube, dass ich nicht nur einige Ideen zur Arbeit mit meiner eigenen Lernumgebung zu Elektronenbahnen und zu der Arbeit mit LEIFIphysik.de an Kollegen weitergeben konnte, sondern auch weil ich dabei selbst neue Ideen, neue Hinweise und Input bekommen habe, wie das Angebot noch besser werden könnte. Ich weiß zwar noch nicht, wann ich Zeit finde die Anregungen aufzunehmen, aber das findet sich schon.
Auch wurde mir in beiden Vorträgen bewusst, wie langsam sich „neue“ Angebote in Lehrerkreisen rumsprechen, sodass man einfach immer wieder auf Angebote und Möglichkeiten aktiv hinweisen muss. Dass soll keine Kritik an den Lehrkräften sein, sondern ist einfach dem System geschuldet, in dem Fortbildungszeit begrenzt ist und im Alltag wenig Zeit bleibt, um links und rechts einen Überblick in allen Themenfeldern zu behalten. Um so mehr werde ich versuchen verschiedene Dinge wieder des Öfteren zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Vielleicht schaffe ich es dann ja irgendwann auch mal einen vertiefenden Workshop zu gestalten, der sich nicht nur auf die Inhalte meiner Lernumgebung fokussiert, sondern der sich eher um kreative Ideen beim Einsatz konzentriert. Hierüber kann man sich sicher mit Kolleg sehr gut austauschen, sodass am Ende alle neue Ideen zum Ausprobieren mitnehmen. Im Vortrag heute hatte ich dazu leider zu wenig Zeit und ein Vortrag ist eigentlich auch nicht die richtige Form dafür.
Weiter habe ich natürlich auch verschiedenen Beiträgen gelauscht, die alle echt interessant und spannend waren. So habe ich zum einen interessante Ideen und Konzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen von Lehramtsstudierenden gehört, zum anderen auch fächerübergreifende Ideen aus der Bionik für den Unterricht.
Fazit: Ich muss auch noch mehr Zeit für Vorträge und Fortbildungen finden 🙂

Die Folien zu meinem eigenen Vortrag gibt es hier:

Nachdenklich in die Pfingstferien

Nach dem heutigen letzten Schultag gehe ich aus mehreren Gründen etwas nachdenklich in die Pfingstferien. Zum einen war da ein Erlebnis heute morgen im Physikunterricht. Wir waren im Computerraum, sodass die Schüler mit einem virtuellen Spektrometer verschiedene Leuchtmittel erforschen konnten. In einer der Teilaufgaben musste hier von Nanojoule in Elektronenvolt umgerechnet werden, die Größen dazu waren entsprechend angegeben. Und sofort rief ein Teil der Schüler „Aber ich habe doch keinen Taschenrechner dabei“. Klar, mit etwas nachdenken und abwarten wären alle (einige haben es auch direkt gemacht) darauf gekommen, dass sie ja an einem Computer sitzen und der ein „großer“ Rechner ist und auch im Netz beliebig viele Taschenrechner zu finden sind, sodass ein eigener Taschenrechner gar nicht nötig ist. Aber dennoch hat es mir mal wieder vor Augen geführt, wie wir in der Schule alte Muster vermitteln, die im realen Leben quasi gar keine Rolle spielen – oder hat von euch schon mal jemand am Rechner gesessen und sich nach einem Taschenrechner gesehnt oder war einkaufen und hat sich seinen Schultaschenrechner gewünscht, um irgendwas auszurechen?
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