AutorStefan

LEIFI-Querdenkertreffen in Köln

Ein fester Programmpunkt in meinen Osterferien, der sich in den letzten drei Jahren etabliert hat, ist das LEIFIphysik-Querdenkertreffen. Glücklicherweise hat sich das auch durch das Referendariat nicht geändert und so habe ich mich die letzten drei Tage mit ca. 25 interessierten, motivierten und engagierten Physiklehrkräften intensiv ausgetauscht. Ort des Querdenkertreffens war diesmal Köln, was wie erwartet zu regional etwas anders verteilten Teilnehmern geführt hat, aber wie immer bisher hat die Gruppe super funktioniert und alle unterschiedlichen Typen und Interessen bereichern das Treffen ungemein. Leitthema war in diesem Jahr „Aufgaben im Physikunterricht“ und ein kleiner Fokus lag dabei auf der Erstellung interaktiver Aufgaben mit H5P. Hierein durfte ich auch einen Einführungsworkshop geben. Dazu gab es einen eher didaktischen Input von Prof. Hendrik Härtig zum spannenden Thema von Sprache im Physikunterricht und einen fachlicheren Input von Prof. André Bresges, der der Frage nachging, warum denn Flugzeuge überhaupt fliegen. Und so ergab sich für mich eine wunderbare Mischung und mein Kopf raucht, da ich jetzt gerade im ICE zurück nach München sitze, immer noch und versucht die verschiedenen Inputs und Ideen aus den BarCamp-Sessions einzuordnen und zu vernetzen.

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Korrekturen und Ferien

Wenn man viele Schulaufgaben und Stehgreifaufgaben schreibt, dann muss mal die danach leider auch alle korrigieren und bewerten. Das artet immer dann besonders in Arbeit aus, wenn die Lösungen nicht richtig, sondern fehlerhaft sind, man alles nachrechnen muss und dabei irgendwie versucht die Gedanken des Lernenden nachzuvollziehen. Das ist manchmal schon echt spannend, manchmal aber auch einfach nur frustrierend. Aber nun ja, es ist eben Teil des Jobs. Besonders spannend für mich ist dabei aktuell aber auch immer zu sehen, welche Aufgaben den Lernenden schwer gefallen sind und welche sie relativ sicher gemeistert haben. Wichtiges Feedback für meinen Unterricht und auch eine gutes Feedback zu konzipierten Prüfung. Hat bisher eigentlich immer recht gut geklappt, lediglich eine der Prüfungen war nicht so ganz in dem Zielbereich, wo sie eigentlich sein sollte. Aber so ist es eben.
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Zurück im Schulalltag mit Schulaufgaben

Nach dem kurzen Ausbruch aus dem Referendarsalltag durch den MNU Bundeskongress bin ich jetzt schon wieder mitten drin im Schulalltag und erlebe das, was man vermutlich auch als fertiger Lehrer immer wieder erlebt – eine anrollende bzw. eine einen fast überrollende Arbeitswelle. Vor den Osterferien stehen nämlich noch zwei Schulaufgaben an und dazu müssen noch einige Themen zu einem runden Abschluss gebracht bzw. neue Inhalte angefangen werden. Die Schulaufgaben kosten mich jedoch aktuell wirklich viel Zeit – und das nicht nur beim Korrigieren, sondern vor allem noch beim Konzipieren. Hier kann ich keine fertigen Schulaufgaben aus der Schublade ziehen und auch die Orientierung an anderen Schulaufgaben und Stehgreifaufgaben ist nicht so ganz einfach. Da dauert die Suche und das Adaptieren von Aufgaben eben ziemlich lange und trotzdem kann ich manchmal schwer einschätzen, wie passend und wie schwer die Aufgaben für meine Schüler sind und wie lange die Schüler zum Bearbeiten brauchen. Gut, dass der jeweilige Betreuungslehrer vorab nochmal drüberschaut und mit ein paar Anmerkungen unterstützt. Vorher kann man dann doch eher Dinge ändern und anpassen. Wenn die Schulaufgabe geschrieben ist, dann ist sie geschrieben.
Aber generell fällt mir beim Erstellen der Schulaufgaben gerade wieder auf, wie eingeschränkt solche schriftlichen Leistungsprüfungen doch sind.
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MNU mit Vortrag und Workshop als Abwechslung zum Ref

zukünftige Kompetenzen SuS

Als willkommene Abwechslung zum Referendarsalltag stand in den letzten Tagen der Besuch des MNU-Bundeskongresses in Hannover an. Dabei durfte ich einen Vortrag zum Thema „Digitalisierung von Lernumgebungen“ mit Blick auf ein Wandel des Lernens bzw. Lehrens halten und einen Workshop zu „Interaktiven Videos“. Die Folien beider Veranstaltungen gibt’s am Ende des Artikels. Also am Freitag nach der Schule ab in den Zug nach Hannover. Die 4 1/2 Stunden Fahrt konnte ich noch gut gebrauchen, um dem Vortrag den letzten Schliff zu verpassen und einige konkrete Beispiele und Eindrücke einzubauen – schön, dass der Zug pünktlich war und das Internet funktionierte. Am Samstag dann zunächst zwei andere, interessante Beiträge über Mathe und über Fehlerkultur im Physikunterricht angehört und am Stand der Joachim Herz Stiftung bzw. LEIFIphysik vorbeigeschaut, bevor mein eigener Vortrag auf dem Plan stand. Trotz des gefühlt etwas schwammig weit gewählten Titels waren erfreulicherweise sehr viele Besucher da, beteiligten sich an den interaktiven Elementes des Vortrags und diskutierten am Ende und vor allem im Anschluss an den Vortrag noch einige Zeit. Wichtiger Grundtenor von Vortrag und Feedback: Wir müssen als Lehrkräfte aktiv werden und Einfluss nehmen auf Entwicklungsprozesse und Entscheidungen – auch was Ausstattung usw. angeht! Dann können wir das Lernen und Lehren nachhaltig verändern und (teilweise) neu denken.
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Auf in die Einsatzschule

Mit dem neuen Schulhalbjahr begann für mich auch der 2. Ausbildungsabschnitt im Referendariat. Dieser unterscheidet sich in Bayern sehr stark von der typischen Ref-Ausbildung in den anderen Bundesländern. Hier in Bayern verlässt man nämlich seine Seminarschule und wird an eine Einsatzschule irgendwo in Bayern versetzt – in meinem Fall an das Otfried-Preußler-Gymnasium in Pullach.
Logo Otfried-Preußler-Gymnasium Pullach

Im Einsatzjahr unterrichtet man eigenständig und eigenverantwortlich bis zu 17 Stunden pro Wochen (in der Praxis unterrichtet fast jeder 17 Stunden, da man ja irgendwie eine ziemlich billige Lehrkraft ist). Dabei hat man in jedem Fach einen Betreuungslehrer, mit denen man insbesondere Exen und Schulaufgaben abstimmt und auf Basis deren Einschätzung die Schulleitung am Ende ein Gutachten für die Seminarschule erstellt.
Die ersten Tage in der Einsatzschule waren dementsprechend besonders spannend und aufregend: Wie ist die Schule so? Wie kommt man im Kollegium an? Wie ist die Schule ausgestattet? Wie arbeiten die Kollegen so? Wie sind die Klassen, die man übernimmt? All diese Fragen schwirrten mir durch den Kopf und wurden schnell zumindest oberflächlich beantwortet.
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